Foto: Andreas Löw
Foto: Andreas Löw

 

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49° 22,629' nördliche Breite  *  6° 52,7027' östliche Länge

 

S T A D T T E I L   F A L S C H E I D  *  S T A D T   L E B A C H

Foto: Armin Schmidt - Blick vom "Nassauer Ecken" auf den grünen Dorfanger im Herzen von Falscheid

Falscheid, geographischer Mittelpunkt des Saarlandes. Das idyllische 500 Seelen Dorf am Südhang des Hoxbergs portraitiert Geschichte, Tradition und Landschaftsbild.

Barrierefrei gestaltet sich die Wanderung um einen nostalgischen Dorfanger entlang der alten Schule und Dorfkirche,  geschichtsträchtiger Bauernhäuser und alter Wegekreuze.

Umflossen von Eicherts- und Roßbach radelt man durch die historische Grenzsteinlinie des Herrschaftsgebietes Nassau-Saarbrücken, vorbei an Teilen erhaltener Westwallanlagen.

Die Entdeckungsreise erstaunt mit zahlreichen Naturdenkmälern, bietet Rast am restaurierten Dorfbrunnen, der besinnlichen Mariengrotte oder einer Ruhebank im Grünen und begeistert durch einen unvergesslichen Ausblick.

1973 gewann Falscheid die Goldmedaille im Bundeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ und hat bis heute nichts von diesem Glanz verloren, wie Andreas Löw, einer der jüngsten Ortsvorsteher des Saarlandes stolz über sein Dorf berichtet.

Quelle: Andreas Löw - Beitrag zum Stadtmagazin zur Grünen Woche in der SZ 2016

G E M E I N D E   F A L S C H E I D  *  K R E I S   S A A R L O U I S

 

Bis zum Jahre 1622 verliefen durch Falscheid die Grenzen dreier Herrschaften, die durch Pfähle abgesteckt waren. Aus dieser "Pfahlscheide“ entwickelte sich der Name "Pfahlscheidt“, dann "Fahlscheid“ und schließlich "Falscheid“.

Zur obengenannten Zeit kaufte die Abtei von Fraulautern diesen Ortsteil und trat ihre Rechte daran wieder 1667 an den Fürsten von Nassau-Saarbrücken ab. Danach bildete Falscheid mit Eidenborn und Knorscheid eine Meierei. Im Jahre 1766 spaltete man Falscheid in zwei Teile. Auf dem nassauischen Teil standen damals sieben Häuser und auf dem französischen Teil fünf Häuser.

Das erste Haus wurde 1428 erbaut.

Sämtliche früheren Einwohner waren leibeigen. Im Laufe der Zeit wurde diese Leibeigenschaft durch das Christentum ganz aufgehoben. Nach der Französischen Revolution lebten hier ausnahmslos wohlhabende Bauern mit einem Besitz von 120 bis 240 Morgen Land.

Seit 1863 leben auch Bergleute im Ort, die zuerst wochentags „auf der Grube im Quartier“ blieben. Durch die fortschreitende Industrialisierung wuchs in den folgenden Jahrzehnten die Zahl der Arbeiter stark an. Nach dem zweiten Weltkrieg veränderte sich das Ortsbild. Es gibt heute nur noch wenige reine Landwirte und die Bewohner sind in allen Berufszweigen vertreten.

In der Dorfmitte baute man 1840 eine Kapelle, die 1844 eingeweiht wurde. Sie war gleichzeitig Gotteshaus, Schule und Lehrerwohnung. Vor dieser Zeit mussten die Kinder nach Reisweiler zur Schule, dem heutigen Reisbach. Erst im Jahre 1909 wurde ein richtiges Schulgebäude errichtet. Leider stellte man 1971 den Schulbetrieb dort ein.

Als die alte Dorfkapelle baufällig und zu klein wurde, wurde am 1. September 1935 der Grundstein für eine neue Kirche gelegt. Sie wurde am 20. Juni 1937 feierlich eingeweiht. Der Schutzpatron der kleinen Kirchengemeinde ist der Hl. Josef. Der Baustil des Gotteshauses entstand zu Beginn dieses Jahrhunderts. Merkmale dieses Stils sind helle, einfach und klar gegliederte Räume, schlichte und zeitgemäße Ausstattung.

Die bekannte Malerin Ruth Schaumann aus München gestaltete die Kreuzwegtafeln. Sie stammen aus zwei verschiedenen Schaffensperioden der Künstlerin.

Zum Gottestdienst läuten seit 1960 drei Glocken in den Tönen h, cis und e. Sie tragen die Namen: Josefsglocke, Marienglocke und Wendalinusglocke.

Im September 1994 wurde die Beendigung der Renovierungsarbeiten, die 1984 begonnen haben, mit einem festlichen Gottesdienst gefeiert.

Im Wald von Falscheid Richtung Reisbach pilgern die Falscheider zu ihrer Mariengrotte. Die Statue ist eine getreue Nachbildung der „Mutter der Armen von Banneux“. Sie wurde 1957 eingesegnet und wird bis heute liebevoll gepflegt.

Das Jahr 1973 bleibt den Bürgern noch lange in Erinnerung. Bei dem Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ errang die Gemeinde Falscheid die Goldmedaille auf Bundesebene. Bis heute blieb der idyllische, gepflegte und dörfliche Charakter erhalten.

An einem Oktobermontag 1987 wurden die Einwohner durch eine Schreckensmeldung erschüttert. Zwei amerikanische Kampfflugzeuge kollidieren. Eine Maschine (Typ F 16) schlug im Falscheider Buchwald in der Nähe der ersten Häuser auf. Der Pilot verstarb trotz Schleudersitz und Fallschirm.

F A L S C H E I D  

Geographischer Mittelpunkt des Saarlandes

Foto: Andreas Löw - Der Findling markiert den geographischen Mittelpunkt des Saarlandes im Buchwald / Gemarkung Falscheid

A L T E   P O S T K A R T E N 

N O R D S C H A C H T

Förderturm der Anlage Nordschacht - Bergwerk Ensdorf im Falscheider Buchwald

Foto: Armin Schmidt - Nordschacht im Buchwald, Gemarkung Falscheid

​F A L S C H E I D   A M   S Ü D H A N G   D E S   H O X B E R G S

Foto: Andreas Löw - Falscheid am Südhang des Hoxberges (im Hintergrund der Funkturm)

D O R F G E M E I N S C H A F T S H A U S   F A L S C H E I D

Foto: Andreas Löw - Altes Schulhaus, heute zusammen mit dem Anbau "Großer Saal" das Dorfgemeinschaftshaus von Falscheid

D O R F F E S T   I M   M A I

K I R M E S   S T.   J O S E F

Jährliches Patronatsfest am ersten ganzen Maiwochenende - auf dem alten Schulhof am Dorfgemeinschaftshaus in Falscheid.

Der Ausrichter, der Ortsrat Falscheid, mit Unterstützung der Vereine,

spendet jährlich den Erlös der Veranstaltung zur Erhaltung dörflicher Einrichtungen von Falscheid.

Foto: Stefan Heinrich - Fassanstich zur Kirmes 2016 durch Herrn Pastor Herrmann Zangerle, daneben der Vorsitzende des DRK OV Falscheid Bernd Löw
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